Mitteilung vom Verband:

AB SOFORT (ab 17.03.20) wird vorsorglich jeglicher Übungsbetrieb, alle Gruppenabende und andere Veranstaltungsformen, Mitglieder- oder Jahreshauptversammlungen usw. im Verband, bis zumindest zum 26.04.20 ausgesetzt.

Schreiben von Frau Stadler

Meine Bitte an Sie, die Informationen und Apelle seitens der Behörden, WIRKLICH ERNST zu nehmen, um sich und alle Ihre Lieben zu schützen, bzw. uns allen selbst, das Leben in dieser Krisenzeit nicht noch schwerer zu machen, als es ohnehin schon ist! Es sind keine Vorgaben, die nicht wirklich JEDE/R beherzigten könnte.

Als erstes Bundesland in Deutschland, steht Bayern offenbar unmittelbar vor einer allgemeinen Ausgangssperre. Zwei Landkreise haben diese Ausgangssperren mittlerweile verhängt!

Auch in Baden-Württemberg werden die Überlegungen zu diesem Schritt konkreter.

Meine -seit Tagen- bohrende Frage sieht folgendermaßen aus:

Was bedeutet diese Maßnahme für die allgemeine Bevölkerung, oder wie würde der Berufs-/Vereinsalltag aussehen?

Ein wenig ausholen muss ich schon, wenn es darum geht, dass uns das Recht auf Bewegungsfreiheit (s. Grundgesetz Artikel 11/2) auf -vielleicht- unbestimmte Zeit genommen werden soll.

Im Grundgesetz steht: Dieses Recht darf nur durch Gesetz… und nur für Fälle eingeschränkt werden, in denen … es zur Abwehr einer drohenden Gefahr… zur Bekämpfung von Seuchengefahr, Naturkatastrophen…, erforderlich ist.

Dieser Fall ist also eingetreten.

Was würde uns bei einer Ausgangssperre (evtl. bundesweit) erwarten?

Verboten wären:

- das Verlassen der eigenen Wohnung (Ausnahmen möglich)

- das Betreten von öffentlichen Straßen, Plätzen und Parks

- die Teilnahme an Veranstaltungen jeglicher Art (sind bereits eingestellt)

- Teamsportarten im Freien (sind bereits eingestellt)

Erlaubt wären:

- Arztbesuche, Einkäufe, Tankstellenbesuche, Bankbesuche

- die Fahrt zur Arbeit, wenn Homeoffice nicht möglich ist

- Sportarten im Freien, sofern man dabei allein ist (Joggen, Walken…)

- Gassigehen mit dem Hund, solange man in Wohnungsnähe bleibt

- Familienzusammenführungen

- Betreuung Hilfsbedürftiger

Auf den Verband bezogen

Als Beispiel eine konkrete Anfrage: Darf bei einem Züchter die Wurfbesichtigung durch IDG/IRJGV-Zuchtwart/-Richter/-Ausstellungsrichter abgenommen werden, wenn er zu diesem Zweck angefragt wurde, damit der Züchter die Welpen-Ahnentafeln beim Zuchtbuch beantragen zu kann?

Antwort: Bisher ist dagegen (noch) nichts einzuwenden - wenn ein Zusammentreffen von mehreren Personen ausgeschlossen, auf gute Hygiene und auch Abstand zwischen den Personen geachtet wird.

Bei einer generellen Ausgangssperre - lautet die Antwort allerdings: NEIN!

Denn die Wege eines ehrenamtlichen Mitarbeiters, zählen definitiv NICHT zu den dringlichen, unaufschiebbaren Aktionen (siehe vorgenannte, erlaubte/verbotene Punkte).

Dem Züchter bleibt jedoch jederzeit die Möglichkeit, einen Tierarzt für die erforderliche Wurfbesichtigung zu beauftragen - was vom Zuchtbuch selbstverständlich anerkannt wird.

Das Zuchtbuch wird in dieser Ausnahmezeit auch eventuell notwendige Zuchttauglichkeiten für Dackel-Hündinnen und -Rüden durch Tierärzte akzeptieren. Jedoch mit der Vorgabe, die notwendige Bewertung des Zuchthundes, umgehend (nach Wiederaufnahme der Vereinsveranstaltungen – also nach Außerkrafttreten der behördlichen Maßnahmen) nachzuholen.

Bleiben wir bei den Rassehundezüchtern, die vor ein Bündel weiterer Probleme gestellt wären:

Züchter dürften im Falle einer Ausgangssperre eine Welpenabgabe nicht durchführen, solange diese Ausgangssperre bestünde. Welpenverkäufe wären also nicht möglich, weil die Welpen-Interessenten/-Käufer die Wege zu einem Züchter nicht wahrnehmen dürften. Also stehen auch hier weitere Herausforderungen an (ältere Welpen sind schlechter abzusetzen, erforderliche Impfungen -die üblicherweise bereits vom Welpenkäufer veranlasst werden- fielen dem Züchter zur Last, zusätzliche Futterkosten, Entwurmungen, Inseratskosten, usw.).

Mir ist deutlich bewusst, dass die stündlich sich zuspitzenden Berichte in den Medien bei sehr vielen Ängste und sogar Panikzustände bewirken könnten. Dazu besteht meiner -zugegeben laienhaften- Ansicht nach, aber absolut kein Anlass!

Man lässt sich leider nicht nur durch die Berichte innerdeutsch, europäisch oder weltweit beeindrucken, sondern eben auch von der um-sich-greifenden Hysterie - und wenn es nur in „Hamsterkäufen“ von Nudeln, Reis, Toilettenpapier und Pflegeartikel gipfelt.

Kinder und Jugendliche sind ihres alltäglichen Rhythmus beraubt; keine Schule, kein Sport im Verein, keinerlei weitere Freizeitaktivitäten mit Freunden im Park, kein lustiger Plausch mit der Clique im Café oder Schnellrestaurant - aber auch: keine Besuche bei geliebten Großeltern oder Krankenbesuche bei Freunden und Verwandten usw.,

UND: keine Parties! Das ist schon mehr als beeindruckend.

Fingerzeigende Vorwürfe gegenüber der jüngeren Generation sind -meiner persönlichen Meinung nach- die falsche Strategie, um verständliche Überzeugungsarbeit zu leisten. Fassen wir uns doch alle selbst an die Nase: Jeder hat seine eigene „Sturm-und-Drang-Zeiten“ durchlebt - immer mit der unerschütterlichen Voreingenommenheit, „man sei selbst unverwundbar - viel stärker, als alle anderen“. Wen wundert es also, dass die lebensfrohe, ausgelassene (manchmal über-die-Stränge-schlagende) Jugend, über’s Ziel hinausschießt?

Vielleicht überzeugen ja Zahlen, die in der Flut der unerschöpflichen und täglichen Nachrichten-Ticker häufig untergehen.

Ein Versuch

Stellen Sie doch beispielsweise die nachfolgenden Zahlen - den Zahlen der Teilnehmer bei den „Fridays for future“-Veranstaltungen gegenüber.

Wie mächtig so ein Argument doch plötzlich werden kann, wenn die anonymen Zahlen auf einmal Namen und Gesichter erhalten: Vor einem Jahr (15.03.19) sollen in Deutschland für die genannte Protestbewegung 10.000 Jugendliche in Hamburg auf die Straße gegangen sein. Und: Nur ein Jahr später zählen wir fast 10.000 Todesopfer, die die Virus-Pandemie mittlerweile gefordert hat. Diese Gegenüberstellungen sind ‚begreifbar‘ und nicht bloße statistische Zahlen, die „weit weg“ sind.

Hier also die „nackten Zahlen: Stand 19.03.2020 - 13 Uhr

Weltweit gibt es 222.643 (bestätigte Coronavirus-Fälle)

Davon aktuell infiziert: 129.022

Genesen sind bis heute: 84.506

Verstorben sind (bis zu angeführtem Datum/Uhrzeit): 9.115

Die Sterblichkeitsrate durch eine SARS-CoV-2-Infektion liegt weltweit bisher bei 4 %

Dass in Deutschland bei 10.999 bestätigten COVID-19-Erkrankungen (Stand heute), bisher 20 Todesfälle zu beklagen sind, klingt im Vergleich zu den weltweiten Zahlen ‚gering‘. Dass in unserem Land tatsächlich bisher der überwiegende Teil der Infizierten (auch der schwer Erkrankten) genesen konnte, liegt am NOCH funktionierenden Gesundheitssystem.

Um die Dynamik der Neuansteckungen (von gestern zu heute/18.-19.03.20, gab es laut RKI, 2.801 bestätigte Neuinfektionen) zu unterbrechen - GENAU deswegen versuchen Politik -Behörden- und auch die verantwortungsvolle Gesellschaft, ALLES, um die rasante Infektionsverbreitung zu bremsen. Wer will riskieren, dass eine Vielzahl von erkrankten Menschen möglicherweise eben nicht mehr gemäß medizinischem Standard versorgt werden kann?

Machen wir uns doch nichts vor: Für jeden einzelnen in der Gesellschaft, sind diese Einschränkungen mit enormen Opfern verbunden: Finanziell, menschlich, sozial - gesellschaftsübergreifend! Also helfen wir doch zusammen, vermeiden wir durch unser eigenes, anständiges, rücksichtsvolles, verantwortungsvolles Verhalten, dass die Behörden mit immer noch härteren Konsequenzen durchgreifen müssen.

Leisten wir Überzeugungsarbeit, dass es sich lohnt, vernünftig, optimistisch und mutig zu bleiben. Kleinbeigeben kommt nicht in Frage - Rücksichtslosigkeit erst recht nicht!

Ich bin aber auch von so vielen positiven Ereignissen beeindruckt, von uneigennützigen Arbeits- und Hilfseinsätzen, von der Courage des medizinischen Personals, von der Hilfsbereitschaft unter Hundefreunden, unter Nachbarn, den Hilfsorganisationen usw., dass ich davon überzeugt bin, dass wir diese stürmischen Zeiten meistern können. Leicht wird es nicht - soviel ist gewiss.

Ach, es musste einfach gesagt werden! Vereinsleben und -organisation ist eben auch höchstpersönliches Anliegen und hat mit Menschen, ihren Hunden und dem respektvollen und verantwortungsvollen Miteinander zu tun.

Daher ein SEHR großes DANKE an Sie/Euch alle, halten Sie bitte Kontakt untereinander, auch mit uns am Verbandsbüro und natürlich mit Ihren Lieben.

Bis demnächst - und bis dahin - dem Wunsch der Wünsche: Bleiben/werden Sie gesund!

Herzlichst - Ihre

Agnes Stadler

1. Vorsitzende - IDG-IRJGV e.V.

  • Billy auf ungewohntem Untergrund.

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